• Sandra Vergien

Erfolgsgeschichte von Wuschel 💚

aus dem Tierheim Gelnhausen. Und warum es sich lohnt, Tieren aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.

Ich durfte Wuschel, den kleinen Polen Ende letzten Jahres kennen lernen. Wie immer fingen wir langsam an, um uns aneinander zu gewöhnen. Erst ein bisschen Tierheim-Hof, dann ein bisschen Wiese und ein bisschen Bachwasser zur AbkĂŒhlung :) Beim nĂ€chsten Mal ein paar Übungen, diese anfangs mit Maulkorb, da er bei Hektik, Stress und Aufregung gerne mal schnell hochdrehte und sich dann nicht mehr unter Kontrolle hatte.

Wuschel wirkte zwar wie eine Frohnatur, doch auch immer recht gestresst und permanent ĂŒberdreht. Ein voller Kopf, den er schwer sortiert bekam. Doch mit etwas Hilfe durch Konzentrations- und Kooperations-Trainings, bekam ich ihn super zum Zuhören und gerne auch in die Ruhe, wenn wir uns ein schönes Fleckchen gesucht hatten.

Wir machten Baumarkt-Training, Stadt-Training und gingen an stĂ€rker befahrenen Strassen entlang. Er durfte sich auch in einem Tierladen einen feinen Knochen aussuchen und wir ĂŒbten das Signal "aus" und setzten uns auch in ein CafĂ©. Er lag dicht bei mir und kaute stolz und genĂŒsslich seinen Knochen. Es konnten sogar Kinder ganz nah an ihm vorbei laufen und auch Passanten und der Kellner konnten ganz nah an den Tisch rankommen. Es war schön zu sehen, wie entspannt er bei mir liegen konnte.

Wir trainierten die Impulskontrolle, die Namensreaktion mit Blickkontakt, Sitz und Sitzen-bleiben, um auch etwas Formalismus einzubringen. Anschliessend machten wir SchnĂŒffelspielchen mit dem Wortsignal "Such!" :)

Wir ĂŒbten die LeinenfĂŒhrung und ich war wirklich beeindruckt, wie schnell Wuschel lernt. Ich merkte auch, dass er nach Sicherheit rief. Diese konnte ich ihm geben, so dass er nicht mehr den Glauben hatte, fremde Passanten (meist MĂ€nner) "zurechtweisen" zu mĂŒssen. Ab und an machte er kurz ein Thema auf, wenn ich zum Beispiel einen Stock vom Boden aufhob, doch auch solche Situationen waren schnell geklĂ€rt.

Wuschel war von Anfang an wirklich gelehrig. Und es machte ihm auch Spaß, gemeinsam Dinge zu unternehmen. Überdrehte er, bekam ich ihn schnell wieder in die Ruhe. Er merkte schnell mit welchem Verhalten er Erfolg hatte und mit welchem nicht, das war echt klasse! An der Straße lief er auch immer entspannter. AnfĂ€nglich war er da recht unsicher, wenn Autos zu nah an uns vorbei fuhren. Aber an der lockereren Leine lief er bald auch hervorragend.


Mit dem Training und dem ganzen gewonnenen Wissen konnte Wuschel dann schnell vermittelt werden! Und das Tolle ist, dass ich ihn letztens besuchen durfte in seinem neuen Zuhause. Es war spannend zu sehen, wie unglaublich ruhig Wuschel, bzw. Wuschi ;) zuhause war, so unglaublich entspannt. Da ging direkt mein Herz auf!


Man darf wirklich nicht unterschĂ€tzen, wie stark ein Verhalten des Tieres im Tierheim sich vom Zuhause unterscheiden kann. Somit hatten wir beim Hausbesuch nur ein paar kleinere Themen, wie zum Beispiel die LeinenfĂŒhrigkeit zu besprechen :) Bis zum nĂ€chsten mal.


Happy End

Eure Sandra

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natĂŒrlichhund – sandra vergien

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